Rezension: Royal Me - The Goodbye


Hallo ihr Alle!

Heute geht es in die vorerst finale Rezensionsrunde zu Royal Me. Wow, diese Reihe hat mich seit der Buchmesse begleitet, dass sie jetzt erstmal vorbei ist ist ziemlich traurig.

Steckbrief 
Autor: Tina Köpke
Titel: Royal Me - The Goodbye - Episode 4
Verlag: im Selfpublish erschienen
Seiten: 182
Format: Taschenbuch, eBook
Preis: 6,75 Euro (TB), 0,99 (eBook)
Angucken? 



INHALT: 
Die Lage für die Erben spitzt sich zu: Einer von ihnen wird vermisst, unter ihnen war ein Verräter und eine ungewollte Hochzeit steht bevor. Die Nerven sind angespannt durch Druck und Angst und noch ist die Welt nicht sicher genug.   

MEINE MEINUNG:
Viel kann ich euch nicht verraten, denn dann würde ich viel zu viel vorwegnehmen, aber auch dieser Band hat es nochmal in sich gehabt. Strategisch hat Tina Köpke hier großartige Arbeit geleistet, ganz viele Handlungsstränge wurden zusammengeführt, Dinge, die ich schon vergessen hatte spielten nochmal eine große Rolle und der rote Faden aus der ersten Episode hat sich bis in die Vierte durchgezogen.
Leider fand ich, hätte die Umsetzung ein bisschen detaillierter sein können. Ich war im Laufe des Buches oft verwirrt, vor allem, wenn es um Dialoge zwischen den Figuren ging. Ich habe das Gefühl, dass diese Verwirrung Ergebnis des Lektorats ist. Denn ich konnte den Motiven der Figuren nicht ganz folgen. Der Sinn eines Dialoges hat sich mir nicht erschlossen. Es schien am Anfang ganz klar - Wo die Figur hin wollte, was sie diskutieren wollte. Aber dann gab es sowas wie einen Schnitt - und das Gespräch hat sich in eine Richtung gewendet, die ich nicht erwartet hätte. Es ging mir zu schnell. Und ich vermute, dass da einfach Sätze raus genommen werden mussten, da Serials sich ja ein Richtlinien was Zeichen und Länge angeht, halten sollen. Bezüglich dieser Probleme hätte es mich nicht gestört, diese eine Episode auf zwei zu erweitert. Das war sogar mal der Plan, wie die Autorin auf ihrer Facebook-Seite vor kurzem geschrieben hat. Aber sie wollte es nicht unnötig strecken und hat sich dagegen entschieden.
Ich finde, gerade bei allem was in dieser Episode passiert, hätte sich diese "Verlängerung" gelohnt. Ich finde, dass man gerade auch die emotionale Welt der Figuren bezüglich einiger Umstände nochmal viel näher hätte beleuchten können, ähnlich wie in Episode zwei.
Vieles ging mir ein bisschen zu schnell, ich kam gar nicht dazu der Figur zu folgen, bevor schon das Nächste passiert ist. Dieses Tempo ist zwar auch sehr lobenswert, aber für mich hat es hier nicht funktioniert.
Um ehrlich zu sein, will ich eigentlich nicht noch mehr schreiben. Aber ich will auch ehrlich sein. Mich hat gestört, dass die Entwicklung der Figuren nicht in ihrer Zeit des Erzählens stattgefunden hat. Entscheidungen die getroffen wurden, wurden oft aus der Sicht eines anderen Charakters betrachtet und ich hätte gerne gewusst, wie der Charakter zu seiner Entscheidung kam. Zwar begründen die Figuren ihre Handlungen, aber man sagt ja immer weniger, als man denkt, oder? Und gerade dieser Einblick hätte es für mich interessanter gemacht.
Weil jetzt so viel "Negatives" kam, jetzt mal eine Aufzählung an Dingen die mir gefallen haben:
Die Figuren - Ich habe sie alle ins Herz geschlossen, manche vielleicht mehr als andere und sie über diese vier Episoden durch verschiedene Krisen begleiten zu dürfen war toll.
Die Nerd-Anspielungen - Es gibt einfach viel zu wenig populäre Bücher, wo dieses Thema angesprochen wird. Und Tina Köpke bringt diesen Aspekt ganz natürlich rüber und lässt es normal erscheinen.
Die Vielfalt - In dieser Reihe bin ich einer Beziehungskonstellation begegnet, die ich nie erwartet hätte. Und ehrlich gesagt, kann ich sie mir auch nicht vorstellen. Aber die Möglichkeit davon zu lesen, war toll und mir gefällt der Gedanke, dass Tina versucht soziale Vielfalt zu fördern.
Der Handlungsort - Zugegeben, von Schottland selber bekommt man nicht allzu viel mit, aber was gezeigt wird, wirkt akkurat. Ich möchte am liebsten sofort in ein Flugzeug steigen und selber dahin fliegen.
   
FAZIT:
Tina Köpke hat bewiesen, dass Serials wunderbar funktionieren können und mir gefällt dieses Konzept richtig, richtig gut. Serials sollten von vielen Autoren in Zukunft viel stärker in Betracht gezogen werden, denn ich finde, dass man dadurch auch eine viel engere Beziheung zur Leserschaft aufbauen kann. Zumindest Tina hat das hinbekommen und dafür mag ich sie sehr.
Royal Me ist ein wunderbares Debüt und ich sehe viel Potential in Tina Köpke. Bitte mache so weiter!

Und damit wünsche ich euch allen einen schönen Sonntag. Vielleicht wollt ihr ja die Royal Me - Reihe anfangen zu lesen?

Alles Liebe, Friederike.

P.S.
Ich muss zugeben, dass ich am Ende nicht geheult habe. Ich habe aber auch nicht gelacht, denn - Mann, Tina!
Dieses Ende! (Ich bin immer noch zu geschockt, um hier etwas Ordentliches zu formulieren.)

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