Rezension: Was auch immer geschieht


Hallo ihr Alle!

In dieser Rezension geht um eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Dieses Buch hat sehr viel mehr Aufmerksamkeit verdient und ich kann es nur jedem ans Herz legen, der gerne New Adult liest und sich ein bisschen mehr als das ständige College-Gedudel wünscht.

Steckbrief 

Autor: Bianca Iosivoni
Titel: Was auch immer geschieht
Verlag: LYX 
Seiten: 408
Format: Klappenbroschur, eBook 
Preis: 10 Euro
Angucken? 

INHALT:
Callie Robertson ist mit ihrem Leben ganz zufrieden. Eigentlich. Wäre da nicht die verbockte Klausur in Biochemie am College und der ihr bevorstehende Sommer in ihrer Heimatstadt. Zur Abschlussfeier ihrer jüngeren Schwester kehrt sie zurück und sieht sich mit all den schönen und traurigen Dingen konfrontiert, die sie eigentlich nur vergessen wollte. Aber wie das mit Problemen so ist, wollen sie sich nicht vergessen lassen und kommen immer wieder, bis man ihnen entgegen tritt. 

HANDLUNG:
Diese Geschichte ist sehr viel mehr als der typische New Adult Roman, den jede zweite Autorin schreibt. Der Konflikt ist keine Ausrede um die Eroberung anzustiften und es dreht sich nicht nur um Callie. In dieser Geschichte finden sich sowohl die typischen New Adult Elemente wie College, Love-Hate-Relationships und traurige Vergangenheit wider, aber eben auch eine wunderbar ausgearbeitete Familie mit all ihren Macken, eine ebenso liebenswerte wie nervige Kleinstadt und eine gute Portion Bodenständigkeit.
Im Verlauf der Handlung wird mehr als nur ein Konfliktthema angesprochen und zudem auch Themen, die viel mehr Aufmerksamkeit verdienen und über die man nachdenken sollte.

Der große Knackpunkt ist die Frage ob Beziehungen zwischen Stiefgeschwistern ein Problem ist. Damit müssen sich nicht nur die beiden Hauptpersonen auseinandersetzen, sondern auch ihr Umfeld und der Leser demzufolge gleich mit. Für mich hat Bianca Iosivoni dieses "Problem" super gelöst und weist damit auf eine Toleranzfrage hin, die sich jeder mal stellen sollte.

Zudem ist nicht alles wie es am Anfang scheint und Callie muss sich fragen ob ihre Gefühle wirklich begründet und berechtigt sind. Oder ob sie nicht jemandem Unrecht tut.

SCHREIBSTIL:
An diesem Buch hat mir alles gut gefallen. Und der Schreibstil ist dabei ein ganz wichtiger Faktor. Denn immerhin ist er die Stimme, die uns in die Geschichte entführt. Und das hat die Autorin meiner Meinung nach super gemeistert. Als Leser folgt man Callie und erlebt alles aus ihrer Perspektive, wodurch man nicht  nur ihre Sicht der Dinge erlebt, sondern auch in denselben Schritten wie sie die Vergangenheit entwirrt. Es bleibt dadurch bis zum Schluss spannend.
Außerdem ist Callie eine sehr sympathische Protagonistin, da sie frech, charmant und bodenständig ist; aber auch sehr emotional und sie schleppt da ein ganz schönes Päckchen an Problemen mit sich herum.

REALISTIK:
Was Was auch immer geschieht für mich so von anderen Büchern unterscheidet, ist, dass es sich auch auf die anderen Personen in der Geschichte konzentriert. So haben Callies Schwester und Mutter eben keine kleinen Nebenrollen, sondern sind essentiell wichtig für den Verlauf und sind auch noch wunderbar ausgearbeitet. Ich habe das Buch zweimal gelesen und auch beim zweiten Mal konnten mich die Figuren alle überzeugen. Ich hatte hier weniger das Gefühl eines normalen New Adult Romans, sondern eher eines sehr modernen Familiendramas. Und Drama gibt es wirklich. Aber das ist auch gut, denn so spielt das Leben. Nichts wirkte aufgesetzt oder unrealistisch, sondern folgte einem ganz natürlichen Fluss an Geschehnissen.
Ich habe mich in dieser Welt wunderbar zuhause gefühlt und kann es gar nicht erwarten mit der ersten Seiten zurückzukehren.

FAZIT:
Lest dieses Buch! Wenn euch normale Collegegeschichten zum Hals raushängen, dann lest Was auch immer geschieht. Das ist für mich ein fünf Sterne Buch, weil es die Familie oder Freunde eben nicht horrifiziert oder ähnlich schlecht darstellt. Weil die Figuren alle stark und schwach sein können und weil es in einer absolut nachvollziehbaren Welt spielt. Ich liebe die Blackwood-Robertsons und ihre wunderbare Gemeinschaft.

Bis zum nächsten Buch, eure Friederike!

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