Rezension: Der letzte erste Blick













Hallo ihr Alle!

Wochen nachdem ich das neue Buch von Bianca Iosivoni lesen durfte, komme ich endlich dazu meinen Rezension abzutippen. Nur so viel: Es war großartig!


Steckbrief 
Autor: Bianca Iosivoni
Titel: Der letzte erste Blick
Verlag: LYX
Seiten: 436
Format: Taschenbuch, eBook
Preis: 10 Euro
Angucken?  


Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen, Bianca Iosivoni gehört zu meinen Top-Autoren, wenn es um Deutsche Bücher und um New Adult Bücher geht. Keine Jennifer L. Armentrout konnte mir das geben, was mir Biancas Bücher gegeben haben. 

Und heute erkläre ich euch, was mich an diesem Buch begeistert hat. 

INHALT 
Emery Lord möchte mit dem kleinen College in Virginia das machen, was viele sich erträumen: Neu anfangen. Keine peinlichen Geschichten aus der Highschool, keine bekannten Gesichter, sich neu erfinden. 
Das geht auch ungefähr fünf Minuten lang gut. Dann verpasst sie ihrem neuen männlichen Mitbewohner eine blutende Nase. Und lernt die Verwalterin der Wohnheime persönlich kennen. Emery sammelt also fleißig neue Bekanntschaften, aber leider nicht in der positiven Art und Weise, wie sich das eigentlich gedacht hat. Und das ganze wird noch schlimmer, als der beste Freund ihres Arschloch-Mitbewohners sie zu seiner neuen Lieblingsbeschäftigung erklärt . . . 

HANDLUNG 
Dieses Buch wird aus der Sicht von Emery und Dylan erzählt. Und schon bei der ersten Begegnung spüren sie das Kribbeln und die Spannung zwischen sich. Während Dylan sein Interesse ziemlich offen zur Schau trägt, legt Emery fest, dass sie diese Art der Beziehung nicht mit ihm führen möchte. Und verlegt sich prompt aufs Streiche-spielen. 

Bianca Iosivoni beweist auch in diesem Buch, wie viel Humor und tolle Ideen sie hat. Die Streiche lockern die Handlung auf, bringen den Leser zum lachen und geben dem Buch den locker-flockigen Touch, den man mit dem Beginn des Sommers sucht. 
Neben den typischen College-Geschichten bekommt man als Leser aber auch einen Einblick in das Leben eines arbeitenden Studentens, der sich nicht alles leisten kann: Dylan. Nicht jeder kommt aus einer wohl situierten Familie, die das College zahlen kann. Und so hat Dylan neben seinem Studium einen Job in einer Tierklinik und kümmert sich um eine erkrankte Freundin. Zeit hat er also eigentlich keine, trotzdem schafft er es irgendwie sich noch mit Emery anzulegen. 
Mir hat dieser Aspekt sehr gefallen, da ich selber neben dem Studium arbeiten gehe und in zu vielen New-Adult-Romanen leider nicht gezeigt wird, wie stressig so etwas sein kann. 

SCHREIBSTIL
In diesem Buch hatte ich das Gefühl, dass der Schreibstil ein bisschen weniger gefühlsbelastet war. Emery und Dylan tragen nicht die selbe Art Probleme mit sich herum wie Callie aus "Was auch immer geschieht" und dadruch ändert sich auch ihre Reflektion ihrer Gefühle. Dylan steht sich und seinen Problemen sehr offen gegenüber, er weiß genau wo er Schwächen hat, auch wenn er das nicht jedem Menschen in seiner Umgebung auf die Nase bindet. Emery hingegen schließt ihre Gefühle und Ängste weg. Sie ignoriert sie und erlaubt sich nicht über sie Nachzudenken, ganz nach dem Motto "wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht". Das lässt den Schreibstil ein bisschen leichter klingen und man denkt über das Ausmaß der Probleme gar nicht wirklich nach, bis sie einschlagen wie eine Bombe. Das ergibt nebenbei einen richtig guten Spannungsbogen und tollen Showdown am Ende. 

REALISTIK 
Ohne ein wichtiges Handlungselement enthüllen zu wollen, möchte ich noch kurz etwas zu der Alltags-tauglichkeit der Konflikte schreiben. Dylans Bürde habe ich ja weiter oben schon "gelobt". Geldliche Probleme werden meiner Meinung nach viel zu selten angesprochen. Auch Probleme mit den Leistungen würde ich gerne mehr sehen, denn College besteht aus mehr als der großen Liebe und Partys. Aber Bianca Iosivoni hat das  gemacht und dafür liebe ich ihre Bücher. Ich fühle mich den Figuren verbunden, kenne ihre Ängste und Probleme aus meinem eigenen Leben. Und nebenbei bekommt man auch noch Mut zugesprochen, denn die Figuren haben es ja auch geschafft alles zu händeln. 
Dann ist da noch die Sache mit Emerys Bürde. Da kann ich nicht aus Erfahrung sprechen, das können glaube ich, die Wenigsten, aber ich habe erst vor kurzem ein Buch zu derselben Thematik gelesen und sehe nun wie unterschiedlich mit dem Thema umgegangen werden kann. Das hat auch viel mit der Charakterstärke der Figuren zu tun, aber auch viel mit dem sozialen Umfeld. Emery hat da leider den schwarzen Peter gezogen und als Leser erfährt man wie unglaublich brutal Jugendliche sein können. Und auch junge Erwachsene sind da nicht wirklich besser. 
Am Ende habe ich wirklich ein bisschen an der Menschheit gezweifelt, denn das was Bianca Iosivoni da beschreibt ist Tatsache. Das passiert leider viel zu häufig, wir sind uns dessen nur nicht bewusst. Wem die Serie "Tote Mädchen lügen nicht" (oder auch 13 Reasons Why) gefallen hat, dem wird dieser Aspekt des Buches auch "gefallen". Wobei man dabei nicht von "gefallen" reden sollte. 

FAZIT 
Dieses Buch liest sich sehr schön und flüssig, bringt eine gesunde Mischung aus Spaß und Problemen mit und spricht auf ganz subtile Weise Probleme unserer Gesellschaft und Zeit an. Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass Bianca Iosivoni eine Meisterin dieses Genres ist und  New Adult keine falschen Illusionen vom Erwachsen-werden beinhalten sollte. 
Mit "Der letzte erste Blick" ist Bianca ein toller Auftakt der Firsts-Reihe gelungen und ich freue mich schon auf die Geschichte von Ellen und Luke im Herbst. 

Alles Liebe, Friederike 

Kommentare

  1. Hallo liebe Friederike!

    Tolle Rezension! Ich bin jetzt wirklich neugierig auf das Buch:)

    Liebe Grüße
    Lara
    http://larasbuecherliebe.blogspot.de/

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