Rezension: Tote Mädchen lügen nicht



Hallo ihr Alle!

Halleluja, nach dem letzten Rezi-Flop kommt hier ein Rezi-Top! (Das habe ich jetzt nicht wirklich geschrieben, oder?)
Zum Anlass des Starts der Netflix-Serie 13 Reasons Why habe ich um das Rezensionsexemplar zur Serie gebeten und es auch bekommen. Mein Gott, dass war vielleicht ein Buch. Und mit Abstand die spannendsten 24 Stunden seit langem.

Tote Mädchen lügen nicht
Autor: Jay Asher
Verlag: cbt
Seiten: 285
Format: Taschenbuch, eBook
Anschauen? 

Dieses Buch erzählt eigentlich vom ganz normalen amerikanischen Highschool Wahnsinn. Leider zeigt es aber eher die Schattenseiten auf. Und die daraus resultierenden Konsequenzen.

Es geht um Clay Jensen, der eines Tages von der Schule heim kommt und ein Paket ohne Absender vorfindet. Als er es öffnet hält er sieben Kassetten in der Hand und einen Stadtplan.
Auf den Kassetten ist die Stimme von Hannah Baker zu hören. Einer Mitschülerin die Selbstmord begangen hat. Und auf diesen Kassetten erklärt sie warum.

Dieses Buch ist sehr wenig in der uns gewohnten Erzählweise geschrieben, da das meiste Hannahs Stimme ist, die spricht und nur von Clays Gedanken unterbrochen wird. Clay folgt, während er Hannah zuhört, dem von ihr beigelegten Stadtplan und folgt damit den Handlungsorten der 13 Gründe.

Ich will nicht mehr verraten, da dieses Buch unglaublich spannend ist und ich euch ja sonst den Lesespaß verderben würde. Ich will nur so viel verraten: So banal Hannahs Gründe zu Beginn klingen, so schwerwiegend sind sie am Ende in der Summe. Natürlich hat alles viel mit dem sozialen Stand von Hannah zu tun, aber eben nicht nur.

Mir hat dieses Buch so gut gefallen, weil es sehr schön zeigt, wie schwerwiegend kleine Dinge sein können, dass nicht jeder dieselben Einstellungen und Werte teilt und der Wertverschleiß, der im Teenageralter auftritt eigentlich nicht sein sollte. Ignoranz ist nur ein anderes Wort dafür.
Wenn man Hannahs Gedanken folgt, möchte man am Ende fast dasselbe tun wie sie, denn in so einer Welt will niemand leben. Wo es nur auf Oberflächlichkeiten ankommt.

Trotz allem gibt es im Buch keine Entwicklung. Man liest zwar was Hannah passiert ist, aber eine Reaktion darauf bekommt man nicht. Nur Clay und seine Gedanken sind da. Aber lernen die anderen aus der Sache? Hat der Selbstmord sie wachgerüttelt? Hatte er überhaupt irgendeinen Einfluss? Denn wenn nicht, dann ist Hannah umsonst gestorben. Der Schmerz und die Wut die dabei herauskommen helfen nicht.

Was denkt ihr über das Thema? Was denkt ihr über das Buch? Konnte ich euch neugierig machen?

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