Rezension: Schattentraum - Mitten im Zwielicht


Hallo ihr Alle!

Vor mehr als einem Jahr habe ich hier Mona Kastens ersten Roman Schattentraum - Hinter der Finsternis rezensiert. Und ihn ziemlich abgekanzelt. Vor wenigen Tagen habe ich dann den zweiten Band gelesen, weil ich der Reihe noch eine Chance geben wollte. Denn die Idee war gut, nur an der Tiefe hat es mir gefehlt.
Nun, ihr könnt euch auf eine schöne Rezension freuen.



Schattentraum - Mitten im Zwielicht    
Autor: Mona Kasten
Selfpublished 
Seiten: 414
Format: Taschenbuch, eBook
Anschauen? 



Eigentlich hat mir alles an diesem Buch gefallen. Ich hatte endlich das Gefühl, dass die Autorin wusste, wo sie mit der Handlung hin wollte und auch was die Figuren erreichen sollten. Das Buch hatte einen roten Faden und keine Nebenhandlungen, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen schienen. Es war zielgerichteter und besser durchdacht als Band eins. Und das hat mich sehr beeindruckt.

Emma lebt ein normales Leben, seit Gabriel sie mit dem Glanz manipuliert hat. Für Gabriel ist das allerdings viel schwerer zu ertragen, als für Emma.
Aber Emma hat ihm ein Versprechen abgenommen und Gabriel sieht sich mit dem Auftauchen eines neue Lichtfae gezwungen dieses Versprechen einzulösen.

Emma ist in diesem Band sehr viel stärker und vorsichtiger, als noch in Band eins. Sie hat ihre Trauer zwar nicht überwunden, aber sie kommt damit zurecht. Sie nimmt wieder aktiv am Leben teil, besonders, als ihre Freundin Maggie ihre Hilfe braucht. Denn der neue Fae macht vor Menschen nicht halt und scheint alles daran zu setzen Emma und Gabriel in Schwierigkeiten zu bringen.

Auch mit Avalee freundet sich Emma langsam an und entdeckt in ihre eine Verbündete, die zum Wohle aller denkt. Allerdings gibt es zwischen Emma und Gabriel gewisse Spannungen, da er sie nicht an sich binden möchte, Emma sich seiner Anziehung nicht mehr entziehen kann.

Als plötztlich Belial wieder auftaucht muss Emma sich allerdings entscheiden. Will sie sich beschützen lassen oder für das kämpfen, was ihr wichtig ist.

Neben dem ganz normalen Teenager-Alltag beleuchtet Mona auch das Reich der Fae ein bisschen mehr und es gibt Zeichen, dass unter der Oberfläche der Geschichte noch viel mehr schlummert.

Mir hat sehr gefallen, dass Emma diesmal wirklich selbst zu denken scheint und Gabriel und Avalee auch mal in Frage stellt. Sie hat eine große Entwicklung durchgemacht, die sich im Laufe des Buches auch noch fortsetzt. Gabriel hingegen setzt alles daran Emma aus seinem komplizierten Dasein herauszuhalten, was der sturen Emma natürlich gar nicht passt. Ich fand es gut, dass es auch unharmonische Moment in ihrer Liebesgeschichte gab.

Das Ende hat mich zudem auch sehr überrascht. Die Autorin scheint nicht dem normalen Schema von Gut gegen Böse folgen zu wollen und setzt damit andere Prioritäten für ihre Figuren. Diese Reihe nimmt eine deutliche Wendung gegen den 0815-Stil und geht ihren eigenen Weg. Außerdem bekommt alles einen sehr dunklen Touch, als sich bei Emma Spuren ihres Kontaktes mit den Dunklefae zeigen.

Dieser Band hat mich sehr beeindruckt und ich kann es kaum noch abwarten zu sehen, wohin die Autorin den Leser im nächsten Band entführt.

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