Rezension: Eis wie Feuer


Hallo ihr Alle!

Eis wie Feuer ist der Folgeband zu Schnee wie Asche von Sara Raasch. Und heute gibt es dazu eine Rezension. (Enthält Spoiler zum ersten Band!)
Dieses Buch hat sich seit Anfang des Jahres auf meinem SuB befunden und irgendwie habe ich immer drum herum gelesen. Ich mochte den ersten Band, aber irgendwie fehlte mir die Begeisterung die Reihe fortzusetzen. Wie recht mein Unterbewusstsein doch hatte.

Eis wie Feuer 
Autor: Sara Raasch
Verlag: cbt 
Seiten: 544
Format: Klappenborschur, eBook
Angucken?  

Inhalt 
Eis wie Feuer schließt zeitnah an das Ende des ersten Bandes an. Meira und ihre Freunde und Gefährten müssen sich an die neue Situation gewöhnen und jeder kämpft damit auf seine eigene Weise. Meira aber ganz besonders. Seit die Magie der Magsingie in sie gefahren ist, erhält sie Botschaften von ihrer verstorbenen Mutter Hannah, aber Meira will das nicht. Sie sträubt sich gegen die Magie, da sie der Grund für die Sklaverei und Probleme ist. Leider sehen das nicht alle so und Theron und sein Vater Noam suchen in den Mienen von Winter nach dem Magieschlund, der große Macht in sich birgt. Als dieser dann tatsächlich gefunden wird überschlagen sich die Ereignisse ...

Das Buch befasst sich im wesentlichen mit Meiras Kampf mit sich selbst und der Verantwortung die sie plötzlich tragen muss. Sie muss das wilde, kämpferische Mädchen hinter sich lassen und zu einer Königin werden. Was schwieriger ist, als gedacht. Zudem will sie verhindern, dass Noam Winter ausbeutet und begibt sich zusammen mit Theron auf eine Reise durch Primoria, um Verbündete zu gewinnen. Außerdem misstraut sie den Gerüchten, dass Angra tot sein soll.

Schreibstil
Dieses Buch hat sich sehr verwirrend gelesen. Meira und Mather erzählen abwechselnd und in beiden Perspektiven hat es die Autorin nicht geschafft verständliche Abläufe zu formulieren. Die Kampfszenen waren für mich die Schwierigsten. Teilweise wurden Bewegungen erst erwähnt, nachdem sie bereits passiert sind, was wirklich, wirklich schlecht war. Denn so hat der Kampf an logischen Abläufen verloren und ich wusste nicht mehr, wer wo wann steht und was macht und war völlig konfus. Dass dann jemand gestorben ist, war eigentlich ein Wunder.
Auch konnte ich den Gedanken der Figuren nicht so ganz folgen. Im einen Moment haben sie etwas gedacht und im nächsten etwas völlig Gegensätzliches gesagt. Alle Figuren schienen dauernd aneinander vorbei zureden. Die Gespräche und Streiterein haben schon im zweiten oder dritten Satz ihr Thema verloren und wurden nur noch zu einer Abhandlung der Charakterschwächen der Beteiligten. Ich bin mir nicht sicher, was die Autorin damit bezwecken wollte. An vielen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass Meira und Mather sich auf die wesentlichen Dinge beschränken und nicht andauernd alles wieder ausgraben, was sie stört.

Figuren 
Maira war in diesem Band absolut unnötig. Am Ende hat sich nichts geschafft, stand bei allen wichtigen Dingen nur am Rand als Zuschauer. Alle schienen schlauer als sie zu sein. Außerdem war sie unglaublich naiv, hat sich die ganze Zeit eingeredet, sie könne alles wieder hinbiegen und alle retten. Getan hat sie aber absolut nichts. Sobald es zu einem Konflikt kam, hat sie zugemacht und gedacht: "Nee, das kann ich nicht." Ein klarer Fall von totaler Selbstüberschätzung. Außerdem war sie auch nicht gewillt ihre Mitmenschen genauer zu beobachten und sich um diese zu kümmern, obwohl sie so wenige Bezugspersonen in ihrem Leben hat. Theron zum Beispiel hatte offensichtlich stark mit etwas zu kämpfen und handelte meist ohne mit Meira drüber zu reden, obwohl es sie am meisten betroffen hat. Aber sie hat das einfach hingenommen und selten was dazu gesagt. Am Ende hat sich das dann natürlich als großer Fehler herausgestellt.

Mather hingeben war ein bisschen produktiver und verständlicher, aber auch nicht viel. Im Gegensatz zu Meira und auch Sir, hat er seine neue Rolle nicht einfach akzeptiert und hingenommen, sondern Noam und seinem Gefolge stehts misstraut. Auch er hatte mit Problemen zu kämpfen, aber davon hat er sich nicht aufhalten lassen. Zumindest nicht lange.

Fazit 
Ich habe mich acht Stunden lang durch dieses Buch gequält und bin froh, dass es vorbei ist. Mir ist klar, dass jede Figur mal einen Schwächemoment hat, aber doch nicht 500 Seiten lang. Meira war keine Hauptperson der ich gerne gefolgt bin beim lesen und zudem hat sie auch noch so viel Schwäche gezeigt, dass ich mich fragte, was der Sinn dieses Buches war.
Dieser zweite Band hat mir leider absolut die Lust am weiterlesen verdorben. Denn wenn Meira nicht in der Leseprobe zu Band drei ihre alte Stärke zurückfindet, wird das leider eine unvollendete Reihe werden.


* Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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