Rezension: Girl on the Train


Heute gibt es meine Rezension zu Girl on the Train! 

Hallo erstmal und ein gesundes neues Jahr (Immerhin ist es erst 18 Tage alt!)! Ich hoffe, dass es euch allen gut geht und ihr einen tollen Start in 2017 hattet. 

Über Weihnachten hat man ja bekanntlich nicht ganz so viel Zeit, wie man immer denkt, aber doch genug, um das ein oder andere (Hör)Buch zu lesen. Ehm. Hören. 

Die Handlung

Rachel ist in ihrem Leben ganz unten angekommen. Alkoholikerin, Geschieden, Arbeitslos. Während ihr Mann Tom seine Affäre Anna geheiratet hat und nun sogar Vater ist, ist es Rachel nicht möglich damit abzuschließen. Stalkerhaft informiert sie sich über alles in Toms Leben und schürt dabei eine unglaubliche Wut in sich. Ihrer Freundin und Vermieterin lügt sie vor, einen Job zu haben und fährt dabei nur täglich in die Stadt um zu trinken und umherzuwandern. 
Diese tägliche Zugfahrt ist Rachels einziger Lebensinhalt geworden. Sie beobachtet die Leute im Zug, denkt über ihre Leben nach und starrt in die Landschaft. Ein Haus an den Gleisen hat es ihr besonders angetan. Blenheim Road 15. Das Pärchen, das dort lebt, hat sie heimlich Jason und Jess getauft und Rachel sieht ihnen täglich dabei zu, wie sie ihr perfektes Leben leben. Aber eines Tages sieht Rachel etwas, dass diese perfekte Idylle zerstören könnte ... 

Die Erzählstimmen 

Da es drei Erzählerinnen im Buch gibt, mussten auch drei Sprecherinnen her. Rachel Watson wird von Britta Steffenhagen gesprochen, Megan von Rike Schmid und Anna von Christiane Marx. Alle drei Sprecherinnen haben mit ihrer Betonung und ihrem Rythmus den Figuren Leben eingehaucht und so Rachel, Anna und Megan lebendig werden lassen. 
Besonders hat mich fasziniert, wie viel das Vorlesen von Texten ändern kann. Ich habe das Buch vorher gelesen gehabt und dann das Hörbuch gehört und die Rachel, die gesprochen wurde, war doch anders, als die, die ich mir vorgestellt hatte. Die Sprecherin bringt eine trotzige Note ein und je nach Stimmung Rachels, ist ihr Lesestil monoton und deprimiert, oder eben aufgeregt und manchmal richtig ängstlich.
Manchmal hatte ich richtig Gänsehaut bekommen, wenn sie eine gefährliche Situation beschreiben hat. Das war dann doch ein bisschen gruselig.
Die Sprecherinnen haben mich mit ihrer Perfomance überzeugt und mir auch noch einen neuen Denkansatz gegeben, denn wenn Charakterzüge anders dargestellt werden, als gedacht, ergibt das nochmal ein ganz anderes Bild und Handlungen werden überdacht.

Mein Fazit 

Das Hörbuch hat viele Stärken und ist sehr gut gesprochen worden, die Figuren waren authentisch dargestellt und der Spannungsbogen durch Betonungen geschärft und gehalten.
Die Wendung am Ende, die alles aufgedeckt hat, hat mich richtig geschockt und überrascht, ich war schon vom Schlimmsten ausgegangen, Paula Hawkins hat hier sehr gut geplotet und den Leser gekonnt in die Irre geführt.
Trotz all dieser positiven Dinge, werde ich nicht mehr viel aus diesem Genre lesen oder hören, denn auch, wenn die Geschichte unwahrscheinlich spannend war, fand ich sie doch für meinen Geschmack zu gruselig.
Ich kann aber empfehlen dieses Hörbuch bei langen Autofahrten zu hören, da es spannend ist und einen somit wach hält und man gut mitfiebern kann.

Steckbrief



Autor: Paula Hawkins
Verlag: Random House AUDIO  
Laufzeit: 10 h 40 min (gek.) - 2 CDs
Gelesen von: Britta Steffenhagen, 
Rike Schmid, Christiane Marx 
Preis: 14, 99 Euro 

Dieses Hörbuch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse zu Verfügung gestellt. 


Alles Liebe, eure Charlotte! 


  




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