Rezension: Windjäger

Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch schon auf dem Youtube-Kanal "ReadingTeabag" von diesem Buch gehört. Tami hat davon geschwärmt, als wäre es der neue Herr der Ringe. Gut, dann musste dieses Buch also her, denn angefixt war ich dann auch. 

Inhalt 
In einer Welt, in der Nebel den Erdboden meterhoch bedeckt und grausigen Kreaturen ein Zuhause bietet, leben die Menschen in hohen Türmen. In Turm Albion treffen Gwendolyn, Bridget und Benedict aufeinander, zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Denn der Turm befindet sich im Krieg und wird infiltriert und diese Drei geraten zusammen mit einer Katze zwischen die Fronten. Angeführt von Kapitain Grimm soll eine geheime Operation gestartet werden um dem Feind das Handwerk zu lesen und Gwendolyn, Bridget und Benedict sind mittendrin ... 

Idee 
Anders als vom Klappentext und Titel her zu erwarten, spielt das Buch nicht als gigantische Luftschlacht und Verfolgungsjagd in den Weiten des Himmels. Vielmehr geht es in diesem ersten Band darum, dass Leben der Menschen im Turm Albion zu schützen und die offensichtlichen Schwächen eines solchen Lebens im Turm zu beheben oder auszunutzen. 
Ich fand die Idee sehr interessant, diese Türme ähneln sehr den griechischen Polis (den Stadtstaaten), denn alles Leben und Handeln wird nur in diesem einen Turm betrieben. 
Die Helden der Geschichte sind eine Gruppe Menschen, aus den unterschiedlichen sozialen Schichten des Turmes. So haben wir das privilegierte Mädchen reicher, einflussreicher Bürger; ihren Cousin, der dank seiner Abstammung nicht ganz so privilegiert ist; eine anderes Mädchen, dass aus einer ehemals einflussreichen Familie kommt, aber nunmehr nur noch als bessere Bauernstochter gilt; ihre Katze (die in diesem Buch eine ganz besondere Rolle hat) und den verstoßen Ex-Soldaten, der sein Leben als Räuber/Händler fristet. 
In diesem Buch läuft alles was wir als Elektrizität beschreiben würden, über Edelsteine, die mit dem sogenannten Äther ungeahnte Kräfte entfalten. Licht, Energie, alles kommt von diesen Steinen. Und es gibt Menschen - sogenannte Ätheriker - die diese Steine nutzen können und Erfinder von neuen Konstruktionen sind. Durch sie fließt der Äther, sie haben eine Art sechsten Sinn für diese Energie und können damit zum Beispiel auch Vorahnungen haben.  


Umsetzung 
Wenn man sich an den Schreibstil und die Darstellungen gewöhnt hat, ist das Buch sehr spannend und interessant. 
Es ist ein High-Fantasy-Roman mit Steampunk-Elementen (Meiner Meinung nach) und wer z.B. Die Legende von Korra vom Nikelodeon-Kanal kennt und mag, dem werden in diesem Buch einige Geräte begegnen, die ein bisschen daran erinnern. 
Nicht alle Begriffe werden erklärt, was zu Verwirrung führen kann. Ich habe z.B. keine Ahnung vom Segeln und wusste somit zum großen Teil nicht, was auf den Schiffen vorging, wie ich mir das vorstellen soll oder was bestimmte Dinge zu bedeuten haben. Ein bisschen Vorwissen kann in diesem Bereich also nicht schaden, aber selbst ohne, versteht man das Buch, denn der Hauptaugenmerk liegt auf den Vorgängen im Turm. Auch im Turm gibt es wiederum Dinge, die nicht erklärt werden, von denen man sich selber Bild zusammenreimen muss, aber gerade das gibt dem Buch seine Würze, wie ich finde.  
Man muss sich darauf einlassen können, eine Weile im Dunkeln zu tappen, aber man versteht es mit der Zeit. 
Der Schreibstil ist meist sachlich gehalten, flößt den Figuren aber dennoch Charakter ein. 

Fazit 
Ein Buch, dass mindestens so fantastisch ist, wie dick und zudem durch eine besondere Welt besticht. Mir hat das Buch sehr gefallen und kann es nur jedem Fantasy-Fan weiterempfehlen. 

Von mir bekommt Windjäger 4 von 5 Sterne. 


Autor: Jim Butcher
Titel: Windjäger
Verlag: blanvalet
Seiten: 763
Format: Taschenbuch, eBook
Preis: 9,99 Euro  



P.S. Wer eine Spinnen-Phobie hat, sollte das Buch besser nicht lesen. 


*Danke an die Gruppe Randomhouse und den blanvalet-Verlag, die mir dieses Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. 


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