These Broken Stars - Lilac und Tarver

Eine Rezension zu These Broken Stars gibt es heute von mir.

Den ganzen Medienrummel von Carlsen konnte man ja schlecht übersehen, und so habe ich letzte Woche einen Trip in meinen örtlichen Buchladen gemacht und mir dieses Buch gekauft.

Denn es hat mich neugierig gemacht, das Cover sieht fantastisch aus und eine Geschichte wie Titanic, nur im All und mit Raumschiffen? JA- BITTE!

Ich bin ein Fan von Sci-Fi und vor allem von Raumschiffen, ich finde die Vorstellung von nichts als dem Weltall um mich herum großartig, denn es ist groß und leer. Also perfekt zum lesen. ;)

Aber zunächst die Fakten:

Autor: Amie Kaufman und Meagan Spooner
Titel: These Broken Stars - Lilac und Tarver
Verlag: Carlsen
Seiten: 486 
Format: Hardcover, ePub
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Inhalt:

Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls...

"Eine der packendsten, aufregendsten und schönsten Geschichten, die ich je gelesen habe. Wenn es sein muss, marschiere ich persönlich in jedes Haus, um Lesern das Buch vor die Nase zu halten!" (Marie Lu)

Dies ist Band 1 der Serie "These Broken Stars". Band 2, "These Broken Stars. Jubilee und Flynn", erscheint am 25. November 2016. 


Dieses Mal kann ich zur Inhaltsangabe nichts hinzufügen, denn die wesentlichen und wichtigen Dinge sind genannt. 

Aber noch einmal zurück zum Cover. Für Obsidian-Fans ist dieses Buch ein weiterer Hingucker und eine Reihe, die nicht nur im Regal neben den Lux-Büchern super aussieht, sondern auch vom Geschichten-Typ wunderbar passen wird. 
Das Cover ist von der Beschaffenheit genauso aufgelegt wie die Lux-Reihe, also eine streichelzarte, Samt-artige Struktur. Das Backcover ist auch ähnlich gestaltet wie die Lux-Reihe, denn auch, wenn hier Sterne abgebildet sind und nicht Lichttupfen, sieht man doch die Verbindung. 
Ich persönlich, bin ein sehr großer Fan von dieser Art der Covergestaltung. 

Und nun zu dem, was uns Lesern am wichtigsten ist! 

Die Idee vom Schiffbruch, ist ja nun wahrlich nichts Neues, und Schiffbruch im All kennen wir seit Star Wars auch alle. Aber nichtsdestotrotz ist es immer noch fesselnd. Wer mag keinen Überlebenskampf? Die Umstände unter denen Lilac und Tarver sich kennen lernen, mögen nicht gerade ideal sein, und Lilac muss auch noch ein schreckliches Geheimnis hüten, weshalb ihr Verhältnis zum männlichen Geschlecht eher ... unterkühlt ist. Tarver lässt sich davon aber nicht einschüchtern und gibt sein Bestes um das Überleben von Lilac und sich selbst zu sichern.
Ganz anders als erwartet, wird der Idee ein Handlungselement hinzugefügt, dass auf etwas Größeres als nur eine Liebesgeschichte unter harten Umständen schließen lässt. Dieser Teil hat mich überrascht und der gesamten Story eine Wendung gegeben, die das Buch einzigartig macht und fesselnd ist.

Die Realistik ist ein weiterer großer Pluspunkt, der mich wahnsinnig überzeugen konnte. Lilac und Tarver sind Menschen und das merkt man ihnen an. Sie sind schüchtern, sie sind wütend, sie machen Dinge komplizierter als sie sind und gerade das, hat sie zu so großartigen Figuren gemacht. Ich hatte wirklich Spaß mit ihnen und ihren manchmal kompliziertem Verhalten und Blick auf die Dinge und manchmal konnte ich ihre Reaktionen auf den Tod nicht ausstehen. Und das ist super, denn sie haben mich als Leser mitfühlen lassen und haben mich richtig gepackt.
Das neue Universum das uns hier vorgestellt wird, ist originell und gleichzeitig nicht zu weit hergeholt, denn menschliche Züge prägen auch hier Politik und Leben und lassen nicht alles als perfekt erscheinen.
Der Planet auf dem unserer Charaktere landen, hat bei mir eine ruhige Entspannung hervorgerufen und er wird nicht bis ins kleinste Detail beschrieben, aber doch gut genug um sich ein deutlichen Bild zu machen und auch aus eigener Kreativität Dinge hinzuzufügen. Ob es nun das flüstern des Windes ist oder die Oberflächenstruktur des Grases, ist dabei völlig egal, denn die Autorinnen haben es geschafft die Atmosphäre des Planeten wiederzuspiegeln, sodass im Kopf ein gutes Bild entstanden ist, dass man selbst auch fortsetzen konnte.

Die Komplexität nimmt mit der Hälfte des Buches zu. Schon von Beginn an liest man in zwei Handlungssträngen, wobei eine aus zwei Perspektiven erzählt ist. Parallel zu einander erzählen Lilac und Tarver von ihrem Kampf ums Überleben und Erfahrungen. Dazu kommen immer wieder kleine Ausschnitte aus einem Verhör den Tarver nach der Bergung führen muss. Dahingehend wird man also gespoilert, da fest steht, dass Tarver überlebt. Es sind immer nur ungefähr fünf Sätze, die sich zugleich der Erzählung Tarvers anfügen und vor jedem neuen Kapitel stehen. Beim lesen wird einem bewusst, wie schlau, dass eingefädelt ist, da dieses Interview mehrere Dinge verrät: Der Hergang der Geschehnisse, die Bereitschaft alles jemand Fremden zu erzählen und das Beschützen von Menschen die man liebt. Man erhält Einsicht in Tarvers Gedanken, wie er sie hat, nachdem alles passiert ist und kann als Leser Paralellen zur tatsächlichen Handlung ziehen und was aus Problemen oder nur Zufällen noch alles entstehen kann.

Der Schreibstil ist sehr schön. Er passt sich der Stimmung der Figuren an und leitet damit auch ein bisschen die Handlung. Solange noch alles gut ist, ist er ein bisschen träge und pompös, wie die Gesellschaft in der Lilac und Tarver aufgewachsen sind. Auf dem Planeten liegt ihm zuerst eine eigentümliche Ruhe zugrunde, wie von Zögern, Missverständnissen und Streitereien unterbrochen und bestimmt wird. Ab der Hälfte entwickelt sich plötzlich ein Sog aus Problemen und Entdeckungen und man inhaliert die Buchstaben förmlich.
Diese Art des Erzählens gefällt mir sehr gut, da es als kleine Abenteuerreise aus unserem Alltag heraus funktioniert und den Leser packt.

Zum persönlichen Gefallen kann ich nur noch hinzufügen, dass es eine wunderschöne Storyline ist, die mehr bereithält als erwartet und ich mit den Figuren wirklich gut zurecht gekommen bin. Die gewisse Distanz die entstanden ist, durch Handlungen die ich so nicht gebilligt habe, gibt mir gleichzeitig die Möglichkeit die Figuren nicht zu verklären und ihre Entwicklung festzustellen.
Ich mochte eigentlich alles an diesem Buch. Ich habe es nicht geliebt, aber Liebe ist oft leider flüchtig, weshalb ich das mögen, dem lieben vorziehe und mich auf einen tollen zweiten Band freue.

These Broken Stars - Lilac und Taver bekommt 5 von 5 Sterne von mir.

Ich hoffe, ihr mochtet die Rezension und sie hat euch vielleicht geholfen und dann bis zum nächsten Mal,
eure Charlotte.

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